Emotionaler Hunger

Hallo Ihr lieben 😊

Da ich mich seit etwa anderthalb Jahren mit dem Thema befasse – also nicht durchgehend, aber immer wieder 😅 – ist mir sehr bewusst geworden, dass ich ganz oft nicht aus körperlichem Hunger sondern aus emotionalem Hunger esse. Und wenn ich das mache, esse ich natürlich auch nicht bewusst und langsam und höre auf wenn ich satt bin, sondern ich schlinge die (meist ungesunden) Lebensmittel herunter wie ein Tier und anschliessend ist mir dann schlecht.

Was ist gemeint mit Essen aus emotionalem Hunger? „…Momente in denen Du nicht isst, weil du echten körperlichen Hunger verspürst, sondern um ein ungutes Gefühl zu betäuben oder eine innere Leere buchstäblich mit Essen aufzufüllen…“ (Dr. med. Mareike Awe). Bei mir ist das zum Beispiel aus Langeweile, Stress, Frust, Anspannung… Das Essen gibt mir dann kurzfristig ein gutes Gefühl. Was natürlich nicht lange anhält, wie ja wohl jeder weiss 🙄🤷‍♀️ Der emotionale Hunger lässt sich nicht mit Essen stillen, da einem eigentlich etwas anderes fehlt.

Erkenntniss ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Aber die Umsetzung der Veränderung ist wirklich verdammt schwierig. Immerhin habe ich mir diese Gewohnheit über so viele Jahre antrainiert 🙈 Ich merke eigentlich immer, wenn ich aus emotionalem Hunger esse… und trotzdem kann ich in diesen Momenten dann nicht anders. Oder vielmehr konnte… ich bin fest überzeugt, dass ich die Kurve noch kriegen werde 😊 Eine der Schwierigkeiten ist bereits, zu erkennen, was mein emotionaler Hunger mir denn sagen wil. Sprich, was mir gerade fehlt oder was genau ich ändern sollte. Welche Bedürfnisse den emotionalen Hunger auslösen. Das können zum Beispiel das Bedürfnis nach Liebe, nach Freude und Abwechslung, nach Entspannung, nach Unterstützung oder nach Selbstverwirklichung sein. Aber wie merkt man, welches davon „nach Aufmerksamkeit schreit“? 🙈 Nächste Schwierigkeit: Wenn/Falls ich herausgefunden habe, welches Bedürfnis befriedigt werden will… wie finde ich dann eine passende Alternative die mir gut tut? Hierfür habe ich mir eine Liste gemacht mit Dingen die mir gut tun.

•Spatziergang
•mit jemandem telefonieren
•etwas lesen
•Musik hören und dazu tanzen und singen
•kochen
•lernen
•Massage
•schwimmen
•mit meiner Bettdecke kuscheln

Ausserdem habe ich eine Übung gefunden, welche helfen soll, negative Gefühle wieder zuzulassen und sie nicht mehr wegzudrücken (mit Essen 🙈). Diese werde ich nun die nächsten zwei Wochen jeden Tag fünf Minuten machen. Und ich habe noch ein Buch gefunden, das ich unbedingt auch noch lesen will. Es heisst „Sehnsucht und Hunger“ und ist von Maria Sanchez.

Im Urlaub ist mir aufgefallen, dass ich hier nie aus emotionalem Hunger esse… hier esse ich wirklich dann, wenn ich körperlich hunger habe. Ich brauche also einfach mehr Urlaub 😅

Wenn Euch das Thema interessiert, empfehle ich Euch Dr. med. Mareike Awes Buch „Wohlfühlgewicht“, ihr gleichnamiger Podcast oder ihr Programm „intueat“.

Was ist mit Euch? Hat jemand Erfahrungen, die er gerne mit mir teilen möchte? Oder einen Tipp, um davon weg zu kommen?

Habt einen schönen Abend und bis bald 😘

by jutzi

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