Vom Loslassen

Hallo Ihr Lieben 😘

Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben ein e-book gekauft 😅 eigentlich hätte ich es schon lieber als gebundenes Buch gehabt, weil ich sonst schon den ganzen Tag in den Bildschirm starre. Aber ich wartete zwei Monate ungeduldig auf die Lieferung und plötzlich war das Buch nicht mehr lieferbar. Und ich musste es wirklich unbedingt lesen 😅

Schon mehrere Male habe ich über dieses Thema geschrieben. Einmal dachte ich kurz ich hätte es geschnallt, aber da hatte ich mich offensichtlich getäuscht, denn es bereitet mir immer noch grosse Mühe. Und wie immer, wenn ich irgendwas kapieren will, lese ich jetzt ein Buch darüber. Ich stecke also sehr hohe Erwartungen in dieses Buch, es soll quasi mein Retter sein und machen, dass der Groschen endlich fällt 😅

Ich war ganz nervös, als ich den Download startete und das Buch endlich begann 😊

Die Einleitung des Buches verspricht schon mal sehr viel. Wie es aussieht, ist das Loslassen das Allerwelts-Heilmittel. Bereits nach wenigen Seiten begann in mir drin eine leichte Panik aufzusteigen. Nein, ich kann nicht loslassen! Ich kann nicht! Ich will nicht! Also hörte ich auf zu lesen und wollte erst mal eine Nacht darüber schlafen. Dann am nächsten Morgen funktionierte plötzlich meine Reader-App auf dem Tablet nicht mehr und ich musste erst eine neue runderladen. Langsam fragte ich mich echt… sollte es einfach nicht sein, dass ich das las? Aber ohne dieses Buch würde ich es doch nie schaffen 🙈

Sobald sich mir endlich nichts mehr in den Weg stellte, verschlang ich das Buch völlig und sog jedes einzelne Wort gierig in mich auf 😅 Den Aufbau des Buches finde ich super. Jedes Kapitel hat eine kurze Zsammenfassung, welche das durchgenommene nocheinmal auffrischt und genau auf den Punkt bringt.

Im Buch geht es nicht nur darum, andere Menschen loszulassen. Es geht auch darum, Prinzipien loszulassen, Kontrolle loszulassen, Erwartungen loszulassen, Ängste und Sorgen loszulassen.

Hier einige wichtige Erkenntnisse aus dem Buch:

„…Je mehr wir erwas kontrollieren wollen, desto mehr geraten die Dinge ausser Kontrolle…“

„…Erwartungen sind das Problem… Unsere Probleme entstehen immer durch das Aufeinandertreffen von zwei Faktoren: Eine Erwartung in unserem Kopf… und die Welt wie sie tatsächlich ist… ‚Aber ein Minimum an Freundlichkeit kann man doch wohl erwarten!’…Die Antwort ist: Nein, kannst du nicht. In Wahrheit kannst Du einfach gar nichts erwarten. Erwartest Du etwa von einem Hai, dass er dich nicht frisst, nur weil du ihn nicht frisst? Der einzige Mensch, von dem du wirklich etwas erwarten kannst, bist du selbst…“

„…Du bist verantwortlich für Deinen Kummer, weil du die Erwartung, mit diesem Menschen glücklich zu sein, trotz aller Widerstände zwingend erfüllen willst…“

„…Die Welt lässt sich nichts vorschreiben. Sie gehört keinem und nichts auf der Welt gehört dir. Nicht einmal das, was Du für dein Eigentum hältst… Du hast absolut gar keine Macht über Dinge, die ausserhalb von dir selbst liegen. Nur über das was in dir liegt, kannst Du wirklich verfügen…“

„…Auf der einen Seite bremst und hemmt uns unsere Angst, auf der anderen Seite hilft uns unsere Angst zu überleben… In unserer überwiegend sicheren Gesellschaft gibt es jedoch nicht mehr so viele Gefahren für Leib und Leben… Sorgen dienen nicht mehr unserem Überleben. Sie gefährden es sogar. Denke an Bluthochdruck, Herzinfarkte, Burnout oder Depressionen, die durch die unaufhörliche Sorgenkrämerei entstehen können… Du siehst jetzt schon, dass das Loslassen gleichzeitig auch das Überwinden von Ängsten bedeuten muss, denn weil wir Angst haben, halten wir fest…“

„…Oft halten wir am Status quo fest, einfach nur, weil es schon immer so war… Wir gewöhnen uns auch an das Negative und halten freiwillig daran fest, nur weil es schon immer so war…“

„Jede Angst und damit jedes Problem in deinem Leben, gehen auf eine Verlustangst zurück… Dinge loszulassen, in die wir schon so viel investiert haben… Dinge loszulassen, die wir zum Bestandteil unserer Identität gemacht haben… Dinge loszulassen, an die wir uns gewöhnt haben…“

„…Die Urangst vor dem Verlust unseres Lebens resultiert aus der Schutzfunktion unseres Egos, das damit die Kernursache deines aktuellen Problems darstellt…“

Eine der wichtigsten Erkentnisse aus dem Buch für mich persönlich ist:

👉 Loslassen heisst nicht aufgeben 💕

Ich hatte das früher oft gleichgestellt…

„…es bedeutet viel mehr, dass dein Glück nicht mehr vom Ausgang dieser Sache abhängig ist…“

💖„…Loslassen bedeutet nicht, dass du mühevoll und unter Qualen den Menschen, den du liebst, aus deinem Leben streichst… Es bedeutet, dass du dich innerlich davon frei machst, diesen Menschen als Bedingung für dein Glück anzusehen…“💖

„…Vertrauen ist der Schlüssel… Vertrauen ermöglicht uns das Loslassen …Durch Dein Vertrauen und die Überwindung Deines Egos überwindest Du auch deine Ängste und Hoffnungen und kannst mehr im Moment leben…“

💖“…Wenn du dem Leben nicht traust, fühlst du dich eingeengt und umhergeworfen, und zwar Zeit deines Lebens. Wenn du dem Leben aber vollkommen vertraust und dich ihm hingibst, kannst du die wunderbarste Zeit hier haben…“ 💖

„…Der Job wird immer mehr zum Teil ihrer Idendität. Er macht sie aus. Er wird alles für sie, ihr Leben. Für andere ist es vielleicht ein Hobby, die Liebe, die Familie, das Mutter- oder Vatersein, die Rolle des Helfenden, des Rebells, oder des ersten Vorsitzenden des örtlichen Angelvereins. Wir alle durchlaufen diesen Prozess. Wenn wir Kinder sind, ist das Leben ein riesiges Spiel für uns. An irgend einem Punkt beginnen wir aber alle damit, das Leben zu ernst zu nehmen. Wir halten fest und erzeugen damit Probleme und Leid…“

Achtung, da kommt plötzlich mein anderes Thems ins Spiel, welches mich auch schon länger beschäftigt:

„…Das Problem ist, das Hoffnung, wie auch Angst, bedingt sind. Immer, wenn etwas bedingt ist, ist es nicht wahrhaftig. Wenn du beispielsweise jemanden liebst, weil du hoffst, dass er dich zurückliebt oder du fürchtest, dass er dich nicht mehr zurücklieben könnte, wenn du es nicht tust, dann ist das keine wahre Liebe…“

„…’Ich gebe Dir meine Liebe, also schuldest du mir Deine.‘ Das ist keine Liebe, das ist ein Tauschhandel. Liebe gleicht in unserer Gesellschaft oftmals mehr einer Währung als einem Gefühl. Obendrein gibst du dann auch immer wieder gerne deinem Partner die Schuld, wenn du dich nicht geliebt fühlst…“

Das ist ein Thema, das mir immer noch sehr zu denken gibt. Weil ich weiss, dass ich das immer mache, in meinen Partnerschaften. Solange ich alleinstehend bin, habe ich absolut kein Problem damit. Ich mache was mir Spass macht, ich bin unabhängig, es stört mich nicht, allein zu sein. Kaum bin ich in einer Beziehung, mache ich mein Glück sofort von dieser Person abhängig… Und das obwohl ich es eigentlich besser weiss 😭 Ich weiss nicht, warum ich immer wieder in dieses Muster falle… und es stört mich. Ich will es nicht mehr 😭 (Ich muss hier kurz abschweifen. Als ich Pinski von dieser Sorge erzählt habe, dass ich Angst habe, es nicht ändern zu können und den gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen, hat sie mir etwas wichtiges gesagt, was mich irgendwie ein bisschen beruhigt hat. „Ja weisst du warum? Weil wir auch einfach nur Menschen sind.“ Ja, das stimmt. Und das vergesse ich irgendwie immer wieder ein bisschen. Ich versuche immer so viel zu lesen und zu lernen und besser zu werden… aber ich bin ja auch Mensch, ich muss nicht alles richtig machen 😕)

„…deshalb ist es auch unmöglich, etwas oder jemanden ‚aktiv‘ loszulassen, indem du ständig daran denkst, dass du es oder ihn loslassen musst. Du hältst es oder ihn mit diesen Gedanken ja gerade fest…“ 🤦🙈 Dies ist für mich auch eine der wichtigsten Erkenntnisse. Ich habe in den letzten Wochen so verbissen versucht, ihn loszulassen, dass ich mir das dadurch fast unmöglich gemacht habe 🙈

„…Wenn du akzeptierst, dass einfach alles dir jederzeit, in jedem Moment genommen werden kann. Dein Partner, dein Haus und sogar dein Leben… Wenn du es so betrachtest, kann dir nichts wirklich genommen werden, denn dann ändert sich deine Perspektive: Anstatt davon auszugehen, dass dir etwas zusteht und dann zu leiden, wenn du es verlierst, gehst du davon aus, dass dir nichts wirklich zusteht und betrachtest jeden weiteren Tag mit diesem Umstand oder Menschen als Geschenk…“ 🙏💕

„…Damit die Liebe etwas schönes sein kann, muss der Liebeskummer etwas unschönes sein. Damit du das Dasein eines Menschen in deinem Leben schätzen kannst, musst du erfahren, was ein Verlust bedeutet…“ 😕😢

„…Vielleicht siehst du ein, dass es dein Ego ist, das so krampfhaft an deinem Expartner festhält und dass dieser Akt in Wahrheit wenig mit Liebe, sondern mehr mit Egoismus zu tun hat… Du verstehst, dass die Welt nicht gemein zu dir ist, weil sie dir deinen Partner genommen hat, sondern dass du selbst der Welt vorschreiben willst, was sie tun soll…“ 😬

„…Wenn du etwas unbedingt loslassen willst, hälst Du es damit fest! Deshalb müssen wir am Ende auch noch das Loslassen-Wollen loslassen…“ Ernsthaft… ich werde vermutlich ab diesem Buch vollends verzweifeln. Natürlich hat es vollkommen recht… aber wtf?!?! 😂🙈😂

„…Wenn du einen Menschen loslassen willst, machst du dir dieses Vorhaben damit zum Ziel. Immer wenn du dann aber merkst, dass du wieder an die betroffene Person gedacht hast, wird es noch schmerzvoller. Und so kommt dieses Gefühl zustande, dass du diesen jemand einfach nicht loslassen kannst…“ Dadurch, dass das hier geschrieben ist, gehe ich davon aus, dass es auch anderen Leuten so ergeht. Und ich muss sagen, das beruhigt mich schon ein wenig. Vielleicht bin ich doch nicht ganz ein hoffnungsloser Fall 😋

💕„…Wenn du dir aber gestattest, hin und wieder an diesen Menschen zu denken, dann kannst du diesen Menschen paradoxerweise wirklich loslassen…“💕

Den Rest des Buches will ich Euch nicht spoilern. Aber ich kann Euch sagen, es ist so unglaublich gut 😍🤗und ich bin so froh, dass ich es nach den anfänglichen Schwierigkeiten doch noch lesen durfte 😊 Ich liebe, liebe, liebe es 😍😊 Die Teile die ich zitiert habe, klingen vielleicht ein bisschen theoretisch. Aber es hat so viele leicht verständliche Beispiele und auch Tips, welche wirklich hilfreich sind.

Was ich mir selbst nun vorgenommen habe:

🌸Das Leben versuchen lockerer zu nehmen, mehr wie ein Spiel zu sehen

🌸Mehr raus in die Natur gehen

🌸Meditationsübungen machen

🌸Sorgentagebuch und Dankbarkeitstagebuch führen

🌸Soziale Medien meiden

🌸Auf meine Wortwahl achten: „wollen“ statt „müssen“ verwenden

Hier noch ein Lied das ich liebe ❤😅

per sempre – gionnyscandal

Und hier der Link, wo ich auf dieses tolle Buch gestossen bin (der Blogeintrag ist übrigens auch sehr empfehlenswert 😊):

https://www.vernuenftig-leben.de/um-die-liebe-kaempfen/

bis bald 😘

by jutzi

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