100 Dinge…

Jasmin und ich haben ein Büchlein „100 Dinge die beste Freundinnen einmal im leben getan haben sollten“. Während des Lockdowns sind wir dieses Büchlein mal wieder durchgegangen und haben kontrolliert, was davon wir schon getan haben und was noch nicht. Diejenigen Dinge, die wir noch nicht gemacht haben, notierten wir auf eine Liste. Danach machten wir gleich Termine ab, an welchen wir diese Dinge noch machen wollten. In den letzten Monaten haben wir dann einiges erledigt 😊

Zusammen wandern gehen

Das war wieder mal ein typisches Abenteuer… unser Lockdown Abenteuer 😂

Kurz bevor der Wecker klingelte wachte ich auf. Ich stand auf, schminkte mich, zog mich an und füllte meinen Rucksack für unseren Ausflug. Eine kleine Flasche Rotwein und zwei Plastikbecher, zwei kleine Flaschen Wasser, ein paar Erdbeeren, Gürkchen und zwei Ostereier. Zum Schluss machte ich mir noch zwei Sandwiches fürs Mittagessen. Dann packte ich noch ein Tuch mit ein zum Draufsitzen, ein Päckchen Taschentücher und eine Sonnencrem. Die Sonnenbrille setzte ich gleich auf für den Weg. Pünktlich wie immer klingelte Jasmin an der Tür. Ich schnappte mir noch meinen Autoschlüssel aus der Schublade und wir gingen los. Wir stellten das Navi ein und machten uns auf den Weg. Immer wieder sagten wir uns, dass das eigentlich eine blöde Idee ist und wir bestimmt von der Polizei kontrolliert würden. „Ja, aber wir sind ja nur zu zweit und nicht mehr als fünf Personen… also machen wir doch eigentlich nichts verbotenes?“, meinte ich. „Ehm, wir haben aber im Moment nicht zwei Meter Abstand. Und das dürfen die auch schon büssen.“ „Was?! Das war mir gar nicht klar!“ „Ist aber so… hundert Franken kostet der Spass… pro Person!“ „Haha, ohjee, wir sind Idioten!“ Trotzdem kehrten wir nicht um und fuhren geradewegs in diese Richtung weiter, in die man am wenigsten hätte fahren sollen, Richtung Tessin. Immer wieder kamen Strassenschilder mit dem Text  „Stopp Corona, gehen Sie nach Hause!“ Und was taten wir? Wir gingen nicht nach Hause. Auf der Autobahn hatte es so gut wie keinen Verkehr. Es schien, als würden sich die Leute an die Regeln halten. Naja, abgesehen von uns. Das Navi hatte ab und zu keinen Empfang und plötzlich fing es von sich aus an italienisch zu sprechen, aber ansonsten hatten wir eine gemütliche Fahrt. Bei der letzten Autobahnraststätte machten wir einen kurzen Halt, um auf die Toilette zu gehen und für mich eine Cola zu kaufen. Die Raststätte war leer. Keine Menschenseele. „Denkst Du, die ist überhaupt geöffnet?“, fragte ich Jasmin. „Keine Ahnung, geh mal rein.“ Ich versuchte die Tür zu öffnen und sie ging auf. Wir betraten die Eingangshallte. Es war eine riesengrosse Raststätte, normalerweise wäre diese voll mit Menschen. Wir gingen die Treppe hoch. Dort hatte es einen Verpflegungsautomaten wo ich mir eine Cola rauslassen konnte. Plötzlich hörten wir Schritte. Ein Mann, bestimmt im Risikoalter, kam die Treppe hoch und lief an uns vorbei. Er war maskiert und hatte Plastiksäckchen an den Händen. Vermutlich, weil es keine Handschuhe mehr zu kaufen gab. Jasmin und ich schauten uns vielsagend an und gingen dann zur Toilette. Als wir das Gebäude verliessen lief der Mann wieder an uns vorbei. Im Hintergrund lief eine fröhliche Musik. Es fühlte sich an wie in der ersten Szene eines Horrorfilms. Wir fuhren weiter und verliessen kurz darauf die Autobahn. Es dauerte nicht lange, da wurde die Strasse immer steiler und enger. „Geht es noch weit? Wenn uns hier einer entgegenkommt, dann haben wir ein Problem, ich kann nicht am Berg anfahren.“ Jasmin checkte das Navi. „Es geht noch zirka 10 Minuten“. Plötzlich kam ein Schild, dass man zu gewissen Zeiten die Strasse nicht befahren durfte, weil dann ein Postauto unterwegs war. Wir hatten aber Glück und waren kurz nachher dort, also fuhren wir weiter. Ab und zu kam uns ein Auto entgegen, aber glücklicherweise konnten diese immer bei einer Ausbuchtung warten und ich musste nie rückwärtsfahren oder am Berg anfahren. Die anderen Autos waren allerdings alle Geländewagen oder sonst spezielle Autos, die für solche Strassen geeignet waren. Mein kleines Schätzchen tat mir leid, aber es machte seine Arbeit super! Als wir an eine Stelle mit einem Fahrverbot kamen, stellten wir das Auto dort ab und packten unsere Rucksäcke. Das Wetter war wunderbar und so machten wir uns hochmotiviert auf den Weg. Schon nach kurzer Zeit war ich total fix und fertig, weil der ganze Weg aufwärts ging. Ich keuchte vor mich hin und wir mussten immer wieder lachen. Es wurde aber immer wie besser, plötzlich war der ganze Weg voll Schnee und wir mussten mit unseren Turnschühchen durch den Schnee laufen. Einige Stellen waren dann wieder trocken, dann kam wieder Schnee, der ganze Weg war eine Überraschungslandschaft. Ungefähr nach eineinhalb Stunden erreichten wir unser Ziel. „Ich sehe den See!“, rief Jasmin. „Wo? Ich sehe nichts.“ „Komm hierher. Dort zwischen den Bäumen.“ „Ist das nicht Schnee im Schatten?“ „Ohje, du bist echt eine blinde Nuss!“ Wir lachten und gingen zum See, welcher tatsächlich ein See war und nicht Schnee im Schatten. Er war wunderschön. Die Berge spiegelten sich im Wasser. Wir suchten uns ein Plätzchen direkt am Wasser und breiteten unser Tuch aus. Jasmin hatte schon lange Hunger, da sie sich gewohnt ist, um zwölf Mittag zu essen. Also schlemmten wir unsere leckeren Sachen und sonnten uns noch ein wenig. Es war so ein schöner Platz, am liebsten wären wir noch ein bisschen länger geblieben. Das ganze Abenteuer war es echt wert gewesen. Der Rückweg war ein bisschen einfacher als der Hinweg, da es nun hauptsächlich abwärts ging. Der Schnee war zwar durch die Sonne ein bisschen geschmolzen und alles wurde dadurch noch rutschiger, aber wir schafften es bis zum Auto zurück ohne Unfall. Die Rückfahrt auf der Bergstrasse schien mir zuerst auch einfacher. Ich musste zwar die ganze Zeit auf der Bremse stehen und hatte ein bisschen Angst, dass diese überhitzte, dafür konnten wir aber weiter sehen als beim Rauffahren. Nach einer Weile kamen wir wieder zu dem Schild mit den Zeiten für den Bus. Wieder hatten wir Glück und wir konnten fahren. „Er kommt!“, schrie Jasmin plötzlich. Ich verstand nicht, wovon sie redete. „Er kommt! Der Bus!“ Ich schaute runter. Ach du Scheisse! Jasmin geriet leicht in Panik. „Was ist denn das? Es ist ja überhaupt nicht Zeit für den Bus! Wieso kommt der?“ „Ja und jetzt?“ Ich schaltete den Rückwärtsgang rein und trat so fest ich konnte aufs Gas, da es immer noch sehr steil war. „Auf deiner Seite kommt weiter hinten eine Einbuchtung, fahr da rein.“ Das sagte sie so einfach… es war nicht ganz so leicht rückwärts einen Berg rauf zu fahren durch diese kurvigen Strassen. Irgendwie schaffte ich es aber von Anfang an in diese Einbuchtung rein und ganz ohne einen Kratzer an meinem Auto zu machen. Keine Ahnung wie das wieder ging… Danke Schutzengel! Der Bus fuhr voller Karacho neben uns vorbei und der Fahrer lächelte und freundlich zu. Jaja, der konnte schon lachen. „Dienstfahrt“, war gross angeschrieben. „Was? Der Idiot fährt einfach zu einer anderen Zeit als auf dem Schild steht hier hoch und das für eine Dienstfahrt?“, Jasmin war richtig in Rage. „Ja, unglaublich“, ich war beruhigt, dass wir noch lebten. Das Auto stank gewaltig, wahrscheinlich hatte ich es schon ein bisschen überfordert gerade. „Jetzt bin ich froh, dass du fährst. Ich hätte hier niemals rückwärtsfahren können.“ „Haha, ja danke, ich bin fast gestorben.“ Wir lachten und fuhren nach Hause.

Freundschaftsarmbänder knüpfen

Jasmin kam zu mir und hatte einen ganzen Korb voller Garn dabei. „Machen wir zuerst ein einfarbiges, okay?“, fragte ich. „Okay. Hast Du die Anleitungen?“ Ich suchte die Anleitung hervor und zeigte sie ihr. „Sieht gut aus, versuchen wir das.“. Meinte sie. Als sie sich dann allerdings die Anleitung genauer ansah, war sie sich nicht mehr so sicher. „Das sieht echt schwer aus… wollen wir nicht etwas einfacheres machen?“ „Nein, wir versuchen das jetzt, das kann doch nicht so schwierig sein.“ Ich fixierte die Fäden mit einer Sicherheitsnadel an meiner Hose und las in der Anleitung Schritt 1 nach. Ich musste laut los lachen. „Ich verstehe schon den ersten Teil nicht.“ Jasmin lachte auch. Wir mussten den Schritt gefühlte zehn Mal lesen, bis wir mit den Fäden irgendetwas machten. Und wir waren uns ziemlich sicher, dass das was wir machten nicht stimmte, da wir auch beide nicht das Gleiche machten. Und so ging es weiter bei jedem Schritt. „Äusserster Faden von rechts macht auf dem zweiten Faden von rechts einen Knotennach links und einen nach rechts…. Was? Wie kann ich mit den beiden Fäden zwei Unterschiedliche Knoten machen?“, ich fühlte mich sowas von unfähig. „Na, so wie auf dem Bild.“, lachte Jasmin mich aus. „Ja aber auf dem Bild sehen beide Knoten genau gleich aus… wie geht das nach links und einmal nach rechts?“ Als Jasmin zu diesem Schritt kam, wusste sie selbst auch nicht weiter und wir machten einfach zwei Gleiche Knoten. Wir kamen überhaupt nicht vorwärts. Als wir etwa einen Zentimeter geknüpft hatten, machte ich eine Tüte Chips auf und holte uns ein Bier. Wir liessen die Musik an und knüpften weiter, voller Konzentration. „Langsam erkenne ich bei mir ein Muster“, rief Jasmin begeistert. „Bei mir sieht es aus, als hätte einer willkürlich ein paar Knüppel gemacht“, lachte ich. Fünf Minuten später sah auch Jasmin bei sich wieder kein Muster mehr. Langsam begannen unsere Hintern und Rücken zu schmerzen. „Ich glaube wir werden gar nicht mehr fertig mit diesem Bändchen.“ Und wir hatten tatsächlich gedacht, das wäre erst das erste und wir würden dann so drei, vier Stück machen. Nach drei Stunden hatten wir die Bändchen endlich fertig. Und wir selbst waren auch fix und fertig. Beide sahen total unterschiedlich aus und keines davon glich demjenigen auf der Anleitung. „Okay, wir wissen jetzt wenigstens, dass das nicht eine unentdeckte Begabung von uns ist.“ Wir mussten so fest lachen, dass uns auch noch die Bäuche schmerzten. Auch wenn das Bändchen hässlich war, war es trotzdem ein schöner und lustiger Abend.


Gemeinsam ein Lagerfeuer machen

Ich glaube, hiervon habe ich Euch schonmal etwas erzählt oder zumindest ein paar Bilder gepostet. Wir haben diesen Punkt gleich kombiniert mit demjenigen auf meiner Bucket-List „Marshmallows grillen“. Ich kaufte die Marshmallows ein und nahm noch eine Wurst und Zeitungen mit. Jasmin brachte für sich einen Grillkäse, Holz und Anzünder fürs Feuer. Ich war ein bisschen skeptisch, ob wir es tatsächlich schaffen würden, ein Feuer zu machen xD Aber Jasmin machte das im Nu, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Die Marshmallows hatten zum Glück gleich ein paar Holzspiesschen bei der Verpackung dabei. Wie wir die Wurst und den Käse grillen wollten, wussten wir noch nicht so genau. Zuerst probierten wir aber ein Marshmallow. Das war soooo unglaublich lecker, viel besser als ich erwartet hatte. Wow, ein richtiger Geschmacksorgasmus xD Die Wurst fiel mir dann natürlich ins Feuer und dann leerte ich auch noch mein Bier auf de Picknickdecke aus. Trotzdem haben wir auch diesen Punkt erfolgreich gemeistert 😂


Ein Kaffeekränzchen machen

Jasmin und ich luden ein par Freundinnen ein zum Kaffeekränzchen… Mal etwas anderes 😊 Wir trafen uns an einem Sonntagnachmittag, plauderten, tranken Tee und Kaffee, assen Kuchen… es war richtig gemütlich 😊 Sanja brachte noch einen selbstgemachten Zitronenkuchen und einen Himbeerkuchen von der Bäckerei, Melanie machte ein Schokomousse, ich backte Muffins, und am Schluss hatten wir fast nichts mehr übrig 😅


Gemeinsam Waffeln essen

Diesen Punkt haben wir diese Woche noch erledigt. Wir gingen in Bern ins Wonderwaffel. Und… wow… wir waren begeistert. Es hat dort alles was das Herz begehrt. Wir standen wohl erst 10 Minuten vor der Theke bis wir uns entscheiden konnten, was wir alles auf unseren Waffeln wollten. Wir nahmen beide Sosse aus weisser Schokolade, Erdbeeren und Raffaelo. Ich nahm dann noch Schokostreusel dazu und Jasmin noch eine Kugel Vanilleeis. Leute, das war so was von Lecker! Und wie schön die Teller erst verziert waren… Da kann man wirklich sagen, das Auge wurde genauso verwöhnt wie der Mund 😊


bis bald 😘

by jutzi

Ein Kommentar zu „100 Dinge…

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